Die S-Bahn nach Bergisch Gladbach wird für den annähernden 5-Minuten-Takt ausgebaut.

S 11

Mehr als doppelt so viele S-Bahnen zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Das ist geplant

Die S-Bahn wird ausgebaut, um den Takt zwischen Köln-Nippes und Bergisch Gladbach in den Hauptverkehrszeiten von 20 auf annähernd alle 5 Minuten zu verdichten.

Künftig sind die S-Bahnen durchgehend alle 10 Minuten zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Worringen unterwegs, anstelle des heutigen 20-Minuten-Takts. Noch mehr Angebot gibt es in der Hauptverkehrszeit zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Nippes: Dort fährt dann verdichtet annähernd alle 5 Minuten eine S-Bahn. Möglich machen das die neuen S-Bahn-Linien 10 und 14. Für die Fahrgäste bedeutet das deutlich mehr Platz und weniger Wartezeiten. Damit dieses erheblich attraktivere Angebot Realität wird, muss die Strecke ausgebaut werden. Außerdem nutzen der Nahverkehr Rheinland und die Deutsche Bahn den Ausbau für weitere Verbesserungen, zum Beispiel für barrierefreie Zugänge zu den Zügen.

Die wichtigsten Baumaßnahmen im Überblick:

  • Zweigleisiger Ausbau der Strecke zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach
  • Barrierefreier Aus- bzw. Neubau aller Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach
  • Bau zusätzlicher Bahnsteige am Hauptbahnhof, in Köln Messe/Deutz sowie am Bahnhof Bergisch Gladbach
  • Bau der neuen Station Köln-Kalk West
Der Haltepunkt Köln-Dellbrück

Bergisch Gladbach: Wie laut wird es nach dem Ausbau der S 11?

Nach dem Ausbau der S 11 werden mehr als doppelt so viele S-Bahnen zwischen Bergisch Gladbach und Köln fahren. Was Fahrgäste freut, bereitet Anwohnenden manchmal Sorgen: Wie wird sich das auf die Lärmentwicklung entlang der Strecke auswirken? Braucht es Schallschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Strecke? Beim Ausbau der S 11 herrscht jetzt Klarheit auf ganzer Linie: Auch für den Streckenbereich Duckterath – Dellbrück – Holweide liegt nun das Schallschutzkonzept vor.

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Der S-Bahnhof Bergisch Gladbach

Der aktuelle Planungsstand

Die Vorplanung zum Ausbau der S-Bahn nach Bergisch Gladbach für einen annähernden 5-Minuten-Takt ist abgeschlossen. Grundlage für die weiteren Planungen ist die sogenannte Vorzugsvariante. In sie sind im Rahmen einer frühzeitigen Beteiligung die Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern so weit wie möglich eingeflossen. Die Vorzugsvariante ist allerdings kein unveränderlicher Planungsstand, sondern eine Momentaufnahme, die weiter ergänzt und verfeinert wird, zum Beispiel mit den Ergebnissen von Studien und Detailuntersuchungen. In der folgenden Phase der Entwurfsplanung arbeiten die Fachleute die Pläne weiter aus.

Unter den Schaltflächen „Dialog“ können die Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürgern aus dem Bürgerdialog nachgelesen werden, der im Sommer 2018 stattgefunden hat. Unter „Umsetzung der Bürgerwünsche“ wird erläutert, welche der Bürgerwünsche umgesetzt werden können und welche nicht. Angesichts der zahlreichen Anregungen, beschränkt sich die Übersicht der Bürgerwünsche und der Antworten der Planenden auf zentrale Themen, die von mehreren Bürgerinnen und Bürgern geäußert wurden.

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Köln Hansaring

Ein Ausbau des Haltepunktes ist im Rahmen des Ausbaus der S-Bahn nach Bergisch Gladbach nicht vorgesehen.

Köln Hauptbahnhof

Am Kölner Hauptbahnhof ist der Bau eines zusätzlichen Mittelbahnsteigs für die S-Bahn am Breslauer Platz vorgesehen. Somit können künftig zeitgleich zwei S-Bahnen in jede Richtung in den Hauptbahnhof einfahren.

Dialog

Ein Bild vom Kölner Hauptbahnhof. Ein Zug fährt gerade in den Bahnhof ein.

Am Kölner Hauptbahnhof ist der Bau eines zusätzlichen S-Bahnsteigs am Breslauer Platz vorgesehen. Der 215 Meter lange Mittelbahnsteig wird 96 Zentimeter hoch und ermöglicht damit Mobilitätseingeschränkten einen barrierefreien Einstieg in die S-Bahnen. Über die beiden bestehenden Passagen für Fußgängerinnen und Fußgänger des Hauptbahnhofs (Passage A und B) können Pendelnde und Reisende den neuen Bahnsteig barrierefrei mit Rolltreppen und Aufzügen erreichen.

Künftig werden an den S-Bahn-Gleisen 12 und 13 des neuen Bahnsteigs ausschließlich Züge in Richtung Köln Hansaring abfahren – die vorhandenen S-Bahngleise 10 und 11 werden dann nur von Zügen in Richtung Messe/Deutz angefahren. Somit können in jede Fahrtrichtung zeitgleich zwei S-Bahnen am Hauptbahnhof halten, was zum einen den Fahrgastwechsel deutlich beschleunigt und zum anderen die heute noch häufig auftretenden Wartezeiten auf der Hohenzollernbrücke deutlich reduziert. Direkt am Brückenkopf der Hohenzollernbrücke kann eine bereits vorhandene Stützkonstruktion für die neuen Gleise genutzt werden.

Im Zuge der Ausbaumaßnahmen wird der Hauptbahnhof zudem an der Nordseite zum Breslauer Platz hin eine neue Fassade erhalten, für die ein Architekturwettbewerb durchgeführt wurde.

 

a) Bürgerwunsch: Radverbindung von Deutz über die Hohenzollernbrücke und den Hauptbahnhof in die Innenstadt

Status: wird durch die Stadt Köln vorangetrieben

Planung: Die Stadt Köln verfolgt im Zuge des Gleisausbaus die Planung einer neuen, dauerhaften Fuß- und Radwegerampe, mit der eine Anbindung an den Breslauer Platz sowie an das Rheinufer geschaffen werden soll. Um eine gute Lösung entlang dieser wichtigen Strecke für den Radverkehr zu erzielen, setzen die Projektbeteiligten die enge Abstimmung mit der Stadt fort.

b) Bürgerwunsch: Bessere Erschließung der Bahnsteige im Hauptbahnhof

Status: nicht in die Planungen aufgenommen

Planung: Viele Anregungen zur Gestaltung der Bahnsteige der S-Bahn im Hauptbahnhof, zu Treppenaufgängen, Aufzügen und zum Leitsystem für Fahrgäste waren bereits Bestandteil der Vorplanung. Darüber hinaus wurde eine Brücke innerhalb der Bahnhofshalle angeregt, um die Bahnsteige besser miteinander zu verbinden. Diese Idee kann im Rahmen des Projektes S 11 nicht realisiert werden, weil sie den Projektumfang weit übersteigt.

Hohenzollernbrücke

Die S-Bahn-Stammstrecke entlang Köln Hbf und Köln Messe/Deutz wird ausgebaut und mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet, um eine schnelle Zugfolge zu ermöglichen.

Ein Foto der Hohenzollernbrücke.

Um eine schnellere Zugfolge (zukünftig Zweieinhalb-Minuten-Takt) zu ermöglichen, ist ein Ausbau der Hohenzollernbrücke nicht erforderlich. Erweitert werden lediglich der Hauptbahnhof Köln und der Bahnhof Köln Messe/Deutz durch jeweils zwei zusätzliche Gleise. Die S-Bahn-Stammstrecke wird mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet. Belegte Gleise am Hauptbahnhof und im Bahnhof Köln Messe/Deutz sind heute noch der Grund für die häufigen Wartezeiten auf der Brücke. Künftig wird der Betrieb auf der Hohenzollernbrücke wesentlich zuverlässiger und flüssiger laufen, da für einfahrende Züge freie Gleise und Bahnsteige an den Bahnhöfen zur Verfügung stehen.

Köln Messe/Deutz

Der Bahnhof Köln Messe/Deutz erhält einen zusätzlichen Bahnsteig mit zwei Gleisen für die S-Bahn. Darüber hinaus erhalten die bestehenden Bahnsteige über Aufzüge einen barrierefreien Zugang zum städtischen Personentunnel, der zur U-Bahn führt.

Dialog

Ein Foto des Bahnsteiges Köln Messe / Deutz. Im Vordergrund fährt gerade ein Zug ein.

Die beiden neuen Gleise werden ausschließlich von Zügen in Richtung Köln Hauptbahnhof befahren. Auf den bestehenden Gleisen werden in Zukunft die S-Bahnen in Richtung Trimbornstraße und Köln-Mülheim halten.

Außerdem wird der gesamte Bahnhof barrierefrei ausgebaut. Sämtliche Bahnsteige des Bahnhofs Köln Messe/Deutz werden am östlichen Ende mit Aufzügen ausgestattet und bieten somit einen barrierefreien Zugang zum Personentunnel, der zur U-Bahn führt. Für die Westseite hat die DB die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen und Komfortverbesserungen schon vorzeitig
umgesetzt. Die Gleise 1/2 sowie 4/5 sind jetzt mit Rolltreppen ausgestattet, zudem
werden dort nach und nach Aufzüge errichtet, deren Einbau bereits begonnen hat.

Mit dem Bau des neuen Mittelbahnsteigs werden auch die angrenzenden Brücken- und Stützwandkonstruktionen zwischen der Hohenzollernbrücke und der Deutz-Mülheimer Straße erweitert. Hierbei werden momentan verschiedene Varianten untersucht. Im Hinblick auf den Neubau der Fahrradrampe sind die Planerinnen und Planer der DB Netze im laufenden Austausch mit den Fachämtern. Eine Abstimmung mit den Planungen zum Bau der MesseCity findet ebenfalls statt. Die Brücke über die Deutz-Mülheimer Straße ist kein Bestandteil der Planung – Bauarbeiten fallen hier im Zuge des S-11-Projekts nicht an. Um die betrieblichen Abläufe der S-Bahn zu optimieren, planen die Fachleute in diesem Bereich zusätzliche Weichenverbindungen.

a) Bürgerwunsch: Barrierefreiheit & kürzere Wege zwischen Fernverkehr, Nahverkehr und Stadtbahn

Status: komplett in die Planung aufgenommen

Planung: Mit Aufzügen werden die Bahnsteige des Schienennahverkehrs „Deutz (hoch)“ auf der Ostseite über den sogenannten „KVB-Tunnel“ barrierefrei mit der U-Bahn verbunden. Auch das Fernverkehrsgleis 12 „Deutz (tief)“ erhält barrierefreie Zugänge. Um auch auf der Westseite vom Empfangsgebäude her Komfortverbesserungen zu erzielen, werden an Gleis 1/2 und 4/5 Rolltreppen erichtet.

b) Bürgerwunsch: Bessere Anbindung des Radverkehrs an den Bahnhof

Status: wird durch die Stadt Köln vorangetrieben

Planung: Die bestehende Fahrradrampe wird beim Bau zusätzlicher Gleise durch eine neue Fuß- und Radwegerampe ersetzt. Ergänzend wird eine Verlängerung der Rampe geprüft, um die Radwege in die rechtsrheinischen Stadtgebiete zu verbessern: Hier ist die Stadt Köln zuständig und hat beschlossen, verschiedene Varianten zu prüfen.

c) Bürgerwunsch: Bypass für die Einfahrt der S-Bahnen von Köln-Mülheim nach Köln Messe / Deutz

Status: wird noch geprüft

Planung: Die Berechnung des Verkehrs hat ergeben, dass sich das geplante Betriebskonzept mit der Taktverdichtung der S-Bahn auch ohne Bypass realisieren lässt. Mit Blick auf den weiteren Ausbau des gesamten S-Bahn-Netzes wird ein möglicher Bypass bei den Planungen berücksichtigt.

Köln-Kalk West

Auf dem ehemaligen Gelände der „Chemischen Fabrik Kalk“ hat sich ein neues Stadtquartier entwickelt. Zur optimalen Anbindung ist der Bau eines neuen Haltepunktes für die S-Bahn-Linien in Köln-Kalk geplant.

Dialog

Ein Foto vom Stadtteil Kalk. Im Hintergrund sind die Lanxess Arena und der Kölner Dom zu sehen.

Der neue Mittelbahnsteig ermöglicht Mobilitätseingeschränkten einen problemlosen Ein- und Ausstieg in die S-Bahnen. Zudem beinhaltet der Neubau des Haltepunktes ein Bahnsteigdach sowie Wetterschutzhäuser.

Von der Straße des 17. Juni aus erreichen Reisende den Bahnhof über eine Rampe, die in eine Personenunterführung mündet. Ein Treppenaufgang und ein Aufzug ermöglichen allen Fahrgästen den Zugang zum Bahnsteig.

a) Bürgerwunsch: Zugänge zum neuen Haltepunkt näher an Wohnbebauung

Status: komplett in die Planung aufgenommen

Planung: Die Bahnsteigzugänge an der Straße des 17. Juni werden gegenüber der ursprünglichen Planung um rund 250 Meter weiter nach Süden verlegt, auf teilweise städtischen Grund. Die Treppe und die Rampe zum Bahnsteig werden um 180 Grad gedreht, um die Wege in Richtung des neuen Stadtquartiers zu verkürzen.

b) Bürgerwunsch: Park & Ride-Plätze einrichten

Status: nicht in die Planung aufgenommen

Begründung: Zusätzlicher Autoverkehr im Stadtteil soll vermieden werden, Park & Ride-Plätze würden diesem Ziel zuwiderlaufen. Stattdessen befürwortet die Stadt Köln auch Kalk in Bezug auf Mobilstationen zu untersuchen, um verschiedene Verkehrsträger zu kombinieren. Denkbar sind zum Beispiel eine Fahrradstation, Ladestation für Elektroautos und E-Bikes sowie Sharing-Angebote. Wann und wo die Mobilstationen in Kalk und den anderen Bezirken von Köln eingerichtet werden könnten, erarbeitet die Stadt Köln derzeit.

Köln-Buchforst

In Köln-Buchforst sind keine Baumaßnahmen erforderlich. Durch die Taktverdichtung der S-Bahn von 20 auf annähernd 5 Minuten wird der Haltepunkt nach dem Ausbau der Strecke wesentlich häufiger angefahren als heute.

Bürgerwunsch: Erhalt des S-Bahn-Halts trotz der neuen Station Köln-Kalk West

Status: komplett in der Planung enthalten

Planung: Der Haltepunkt Köln-Buchforst wird bestehen bleiben. Durch die Taktverdichtung nach dem Ausbau der Strecke wird Köln-Buchforst sogar häufiger angefahren als heute.

Köln-Mülheim

In Köln-Mülheim sind keine Baumaßnahmen im Rahmen des S-11-Projektes erforderlich. Durch die Taktverdichtung der S-Bahn von 20 auf annähernd 5 Minuten wird der Haltepunkt nach dem Ausbau der Strecke wesentlich häufiger angefahren als heute.

 

Köln-Holweide

Der Haltepunkt Köln-Holweide wird barrierefrei ausgebaut.

Der barrierefreie Ausbau des Haltepunkts Köln-Holweide wurde nachträglich in die Planung aufgenommen. Diesen Wunsch hatten viele Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Beteiligungsprozesses geäußert.

a) Bürgerwunsch: Wohnbebauung gegen Bahnstrecke besser abschirmen und sichern

Status: teilweise in die Planung aufgenommen

Planung: Die Stadt Köln, die Abfallwirtschaftsbetriebe und die DB Netz AG haben die Anregungen der Anwohnerinnen und Anwohner aufgegriffen: Durch Bepflanzungen soll die Strecke besser abgeschirmt und gesichert werden.

b) Bürgerwunsch: Barrierefreiheit

Status: komplett in die Planung aufgenommen

Planung: Der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Barrierefreiheit wurde in die Projektplanung aufgenommen. Die bestehenden Bahnsteige der Haltepunkte Köln-Holweide, Köln-Dellbrück und Duckterath werden auf 96 Zentimeter aufgehöht. Das ermöglicht künftig den höhengleichen Einstieg in die S-Bahn. Im Ergebnis wird damit die S-Bahn vom Kölner Hauptbahnhof bis Bergisch Gladbach durchgehend barrierefrei zugänglich sein.

c) Bürgerwunsch: Lärmschutz

Status: nicht in die Planung aufgenommen

Begründung: Da es in Holweide keine wesentlichen Ausbaumaßnahmen an der Bahnstrecke geben wird, besteht hier kein gesetzlicher Anspruch auf Schallschutz.

Köln-Dellbrück

Der Haltepunkt Köln-Dellbrück wird barrierefrei ausgebaut.

Ein Foto der Haltestelle Dellbrück.

Der barrierefreie Ausbau des Haltepunkts Köln-Dellbrück wurde nachträglich in die Planung aufgenommen. Diesen Wunsch hatten viele Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Beteiligungsprozesses geäußert.

Zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sind die gesetzlichen Anforderungen für Schallschutz erfüllt. Als Schallschutzmaßnahmen sind ausschließlich Schallschutzwände geplant, die abschnittsweise nördlich und südlich der Bahnstrecke gebaut werden sollen. Mehr Informationen sind hier zu finden.

a) Bürgerwunsch: Lärmschutz

Status: in die Planung aufgenommen

Planung: Zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sind die gesetzlichen Anforderungen für Schallschutz erfüllt. Als Schallschutzmaßnahmen sind ausschließlich Schallschutzwände geplant, die abschnittsweise nördlich und südlich der Bahnstrecke gebaut werden sollen.

b) Bürgerwunsch: Barrierefreiheit

Status: komplett in die Planung aufgenommen

Planung: Der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach Barrierefreiheit wurde in die Projektplanung aufgenommen. Die bestehenden Bahnsteige der Haltepunkte Köln-Holweide, Köln-Dellbrück und Duckterath werden auf 96 Zentimeter aufgehöht. Das ermöglicht künftig den höhengleichen Einstieg in die S-Bahn. Im Ergebnis wird damit die S-Bahn vom Kölner Hauptbahnhof bis Bergisch Gladbach durchgehend barrierefrei zugänglich sein.

Zweigleisiger Ausbau Thielenbruch

Um den Takt der stark frequentierten S-Bahn von 20 auf annähernd 5 Minuten zu verdichten, ist ein zweigleisiger Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach notwendig.

Dialog

Ein Foto, das Schienen zeigt.

Zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach-Duckterath verläuft die vorhandene S-Bahn-Trasse eingleisig und quert das Naturschutzgebiet Thielenbruch. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Strecke bereits zweigleisig, wurde dann aber rückgebaut.

Die Untersuchungen aus der Vorplanung und auch viele Eingaben von Fahrgästen stützen die Notwendigkeit eines zweigleisigen Ausbaus, um den annähernd 5-Minuten-Takt bis Bergisch Gladbach zuverlässig realisieren zu können. Ansonsten schaukeln sich Verspätungen teilweise hoch und es würde auch künftig nötig sein, dass Züge frühzeitig in Köln-Dellbrück wenden. Von Naturschutzverbänden gibt es allerdings Bedenken wegen der Querung des Naturschutzgebiets Thielenbruch.

Um den Eingriff in das Naturschutzgebiet möglichst gering zu halten, planen die Fachleute das zweite Gleis weitgehend südlich des bereits bestehenden. Auf diese Weise können besonders wertvolle Teile des Kalkflachmoors nördlich des Bahndamms geschont werden. Zudem versuchen die Planerinnen und Planer, einen Eingriff in den Wasserhaushalt des Naturschutzgebiets zu vermeiden. Entsprechend soll der Damm etwas erhöht und verbreitert werden. Bereits weit vor Baubeginn wurde ein Grundwassermonitoring installiert, um den Wasserhaushalt des sensiblen Naturschutzgebiets zu überwachen.

Bürgerwunsch: Zweigleisiger Ausbau zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach; Schonung des Naturschutzgebiets Thielenbruch

Status: teilweise in die Planung aufgenomment

Planung: Viele Bürgerinnen und Bürger setzten sich für den zweigleisigen Ausbau ein, um die S-Bahn pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Von den eingebundenen Naturschutzverbänden gibt es allerdings Bedenken wegen des Eingriffs in das Naturschutzgebiet Thielenbruch. Die Untersuchungen aus der Vorplanung und auch viele Eingaben von Fahrgästen stützen die Notwendigkeit eines zweigleisigen Ausbaus, um den annähernden 5-Minuten-Takt bis Bergisch Gladbach zuverlässig realisieren zu können. Die Vorzugsvariante enthält deshalb eine durchgehend zweigleisige Trasse, die mit Blick auf einen möglichst geringen Flächenverbrauch geplant ist. Im Thielenbruch wurden zusätzliche Maßnahmen im Sinne des Naturschutzes in die weiteren Planungen aufgenommen. Dazu gehören Durchlässe für verschiedene Tierarten an der Strecke und ein Grundwassermonitoring bereits im Vorfeld möglicher Baumaßnahmen. Anregungen von Naturschutzverbänden zu möglichen Ausgleichsmaßnahmen für den Flächenbedarf beim Ausbau werden derzeit noch geprüft.

Duckterath

Der Haltepunkt Duckterath erhält einen zweiten Bahnsteig. Der bereits bestehende Bahnsteig wird barrierefrei ausgebaut. Diese Planungsänderung ist ein Ergebnis der frühzeitigen Bürgerbeteiligung.

Dialog

Ein Zug fährt mit hoher Geschwindigkeit am Bahnsteig vorbei.

Am Haltepunkt Duckterath ist auf der Nordseite ein 150 Meter langer zusätzlicher Bahnsteig für die S-Bahn geplant, der Mobilitätseingeschränkten einen barrierefreien Einstieg ermöglicht. Ein 35 Meter langes Bahnsteigdach sowie Wetterschutzhäuser sollen den Aufenthalt der Fahrgäste angenehmer gestalten. Der bestehende Bahnsteig auf der Südseite wird barrierefrei ausgebaut.

Zwischen Franz-Hitze-Straße und Damaschkestraße stellt eine neue Fußgängerrampe künftig einen barrierefreien Zugang vom P+R-Parkplatz zum Bahnsteig her. Unterschiedliche Varianten werden noch geprüft. Die Eisenbahnbrücken über die Franz-Hitze-Straße, die Damaschkestraße sowie die Buchholzstraße werden angepasst und erneuert.

Zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sind die gesetzlichen Anforderungen für Schallschutz erfüllt. Als Schallschutzmaßnahmen sind ausschließlich Schallschutzwände geplant, die abschnittsweise nördlich und südlich der Bahnstrecke gebaut werden sollen. Mehr Informationen sind hier zu finden.

a) Bürgerwunsch: Mehr P&R-Plätze

Status: wird noch geprüft

Planung: Die Stadt Bergisch Gladbach und der Nahverkehr Rheinland haben Gespräche über den Bau eines Parkhauses anstelle einer ebenerdigen P&R-Anlage aufgenommen. Damit könnte die Kapazität der P&R-Anlage in Duckterath um 50 Prozent gesteigert werden. Außerdem wäre es so möglich, die vorhandene Fläche besser zu nutzen und die Zuwege zum Bahnsteig verbessern.

b) Bürgerwunsch: Barierefreiheit

Status: komplett in die Planung aufgenommen

Planung: Der Wunsch der Bürger nach Barrierefreiheit wurde in die Projektplanung aufgenommen. Die bestehenden Bahnsteige der Haltepunkte Köln-Holweide, Köln-Dellbrück und Duckterath werden auf 96 Zentimeter aufgehöht. Das ermöglicht künftig den höhengleichen Einstieg in die S-Bahn. Im Ergebnis wird damit die S-Bahn vom Kölner Hauptbahnhof bis Bergisch Gladbach durchgehend barrierefrei zugänglich sein. Die konkrete Ausstattung der Bahnsteige wird im weiteren Verlauf der Planung geklärt.

c) Bürgerwunsch: Lärmschutz

Status: in die Planung aufgenommen

Planung: Zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sind die gesetzlichen Anforderungen für Schallschutz erfüllt. Als Schallschutzmaßnahmen sind ausschließlich Schallschutzwände geplant, die abschnittsweise nördlich und südlich der Bahnstrecke gebaut werden sollen.

d) Bürgerwunsch: Bessere Erreichbarkeit der Station per Fuß und Rad

Status: wird noch geprüft

Planung: Die beiden Unterführungen Damaschkestraße und Franz-Hitze-Straße werden erneuert. Inwiefern die Stadt Bergisch Gladbach die Fuß- und Radwege ändert, wird noch geprüft.

Bergisch Gladbach

Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird um drei Bahnsteigkanten erweitert, um einen reibungslosen annähernden 5-Minuten-Takt zu ermöglichen.

Dialog

Ein Foto von der Haltestelle Bergisch Gladbach.

Heute besitzt der Bahnhof Bergisch-Gladbach lediglich eine Bahnsteigkante. Um für die Taktverdichtung von 20 auf annähernd 5 Minuten ausreichend Platz zu schaffen, ist der Bau von drei zusätzlichen Bahnsteigkanten geplant. Auf diese Weise kann die Wendezeit in Bergisch Gladbach verlängert werden. Die S-Bahn wird durch diesen Zeitpuffer zuverlässiger, weil Verspätungen in Bergisch Gladbach abgebaut werden können: Richtung Köln sollen die Züge immer pünktlich abfahren können.

Die Planung sieht zwei Bahnsteigkanten für die S-Bahnen vor, die bereits in Köln-Worringen enden, sowie zwei Bahnsteigkanten für die S-Bahnen, die bis Düsseldorf fahren. Alle Bahnsteige werden über einen Querbahnsteig vor Kopf erreichbar sein.

Im Rahmen des Umbaus wird der Bahnhof Bergisch Gladbach nicht nur deutlich leistungsfähiger, sondern auch insgesamt städtebaulich aufgewertet. Den Ausbau des Bahnhofs stimmen die Planerinnen und Planer mit der Stadt Bergisch Gladbach eng ab, da direkt am Bahnhof ein neues Stadthaus entstehen soll. In Zukunft sollen Bahnhof und Stadthaus eine gemeinsame Empfangssituation für die Fahrgäste schaffen.

a) Bürgerwunsch: Anordnung der Bahnsteige: keine eindeutige Präferenz der Bürgerinnen und Bürger

Status: teilweise in die Planung aufgenommen

Planung: Bei den Bürgerinnen und Bürgern gab es unterschiedliche Meinungen, wie die Bahnsteige angeordnet werden sollen. Weiter geplant wird die Errichtung von drei zusätzlichen Bahnsteigkanten für die S-Bahn - ein Mittelbahnsteig und ein Außenbahnsteig

b) Bürgerwunsch: Verbesserung der Einbettung in das Stadtbild und der Verkehrssituation rund um den Bahnhof

Status: wird noch geprüft

Planung: Das Umfeld des Bahnhofs in Bergisch Gladbach wird sich nicht nur durch den Umbau und die Erweiterung des S-Bahnhofs verändern, sondern auch durch den geplanten Neubau eines Stadthauses auf dem nordwestlich des Bahnhofs gelegenen Grundstück. Die Planungen der Stadt Bergisch Gladbach sind dafür angelaufen und werden eng mit den Planungen der Deutschen Bahn abgestimmt.

c) Bürgerwunsch: Lärmschutz

Status: in die Planung aufgenommen

Planung: Die lärmtechnische Prüfung ergab: Bei einem zweigleisigen Ausbau sind Lärmschutzmaßnahmen erforderlich, allerdings nur zwischen Köln-Dellbrück und der Buchholzstraße in Bergisch Gladbach.

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Ausbau der S 11

Allgemein

Die S-Bahn wird ausgebaut, um den Takt zwischen Köln und Bergisch Gladbach in den Hauptverkehrszeiten von 20 auf annähernd 5 Minuten zu verdichten. Dazu ist ein zweigleisiger Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach erforderlich.

Der Kölner Hauptbahnhof und der Bahnhof Köln Messe/Deutz erhalten jeweils einen zusätzlichen Mittelbahnsteig mit zwei neuen Gleisen für die S-Bahnen. Im Zuge der Umbauarbeiten soll der Bahnhof Köln Messe/Deutz außerdem einen barrierefreien Zugang über den Tunnel der Kölner Verkehrs-Betriebe erhalten. Auch der Bahnhof Bergisch Gladbach und der S-Bahn-Halt Duckterath erhalten zusätzliche Bahnsteige.

Die Haltepunkte Holweide, Dellbrück und Duckterath werden barrierefrei ausgebaut, sodass alle Stationen von Köln Hauptbahnhof bis Bergisch Gladbach barrierefrei zugänglich sein werden. In Köln-Kalk in der Nähe des Odysseums entsteht ein zusätzlicher Haltepunkt: Köln-Kalk West. Er bindet das neue Stadtquartier auf dem ehemaligen Gelände der „Chemischen Fabrik Kalk“ an das S-Bahnnetz an.

Die Stadt Köln und das Umland wachsen. Bis 2050 sollen allein in Köln rund 55.000 weitere Einwohnerinnen und Einwohner hinzukommen. Und der Verkehr nimmt noch stärker zu als die Bevölkerung. Schon heute ist der Bahnknoten Köln ein Engpass im regionalen, nationalen und internationalen Eisenbahnverkehr und hat seine Belastungsgrenze erreicht. Der Ausbau des Knoten Köln unter anderem für die S-Bahn schafft mehr Kapazitäten und ermöglicht so ein besseres, pünktlicheres Angebot für die Fahrgäste. Schnelle und langsamere Verkehre werden voneinander getrennt und die mögliche Zugfrequenz deutlich erhöht. Der Stau auf der Schiene verringert sich.

Der Ausbau der S-Bahn zwischen Köln und Bergisch Gladbach ist Teil eines umfangreichen Projekts zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des S-Bahn-Systems. Geplant sind insgesamt elf Linien, die für optimale Anbindungen sorgen und ein umfangreiches S-Bahn-Netz schaffen, das andere Metropolen wie München und Berlin schon lange haben.

Die Qualität im S-Bahn-Verkehr verbessert sich deutlich. Der Ausbau der S-Bahn ermöglicht einen annähernden 5-Minuten-Takt zwischen Bergisch Gladbach und Köln und schafft im Vergleich zu heute doppelt so viel Kapazitäten im S-Bahn-Verkehr. Neue Stationen sorgen für eine bessere Erreichbarkeit der wachsenden Stadtteile Köln-Kalk und Köln-Mülheim. Durch den Um- und Ausbau etlicher Stationen sind künftig alle Haltepunkte zwischen Köln Hauptbahnhof und Bergisch Gladbach barrierefrei zugänglich.

Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Ausbaustrecken haben nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz einen Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden. Durch diese Maßnahmen wird sich die Schallsituation im Vergleich zu heute in vielen Streckenabschnitten verbessern. Darüber hinaus profitieren die Anwohnenden ebenfalls vom besseren Verkehrsangebot und von den Umweltvorteilen, die sich durch einen höheren Anteil des Schienenverkehrs ergeben.

Die S-Bahn fährt nach dem Ausbau in den Hauptverkehrszeiten im annähernden 5-Minuten-Takt. Während heute lediglich drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung zwischen dem Rheinisch-Bergischen Kreis und Köln fahren, sollen es in Zukunft bis zu neun S-Bahnen pro Stunde und Richtung sein. Auch der Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Köln-Hansaring und Messe-Deutz schafft die Voraussetzungen, dass künftig mehr S-Bahnen fahren können. Bereits heute sind auf der Stammstrecke in der Hauptverkehrszeit bis zu 18 S-Bahnen pro Stunde und Richtung unterwegs. Künftig sollen es bis zu 24 Züge pro Stunde sein – das entspricht einem 2,5-Minuten-Takt. Um das zu ermöglichen, wird eine leistungsfähigere Leit- und Sicherungstechnik installiert, zum Beispiel durch den Neubau eines elektronischen Stellwerks am Hauptbahnhof.

Die Kapazitätsengpässe am Hauptbahnhof und in Köln Messe/Deutz ergeben sich aufgrund der hohen Zahl an Fahrgästen, die hier ein- und aussteigen. Am Hansaring ist die Zahl der Fahrgastwechsel deutlich geringer. Daher ist hier ein Ausbau im Rahmen der Erweiterung der S-Bahn zwischen Köln und Bergisch Gladbach nicht vorgesehen.

Beim weiteren Ausbau der S-Bahn wird gemäß Zielkonzept 2030+ der Ausbau des Hansarings im Rahmen des Projektes Westspange untersucht.

Nein. Die Wartezeiten der S-Bahnen auf der Hohenzollernbrücke entstehen heute durch die langen Haltezeiten beim Fahrgastwechsel am Hauptbahnhof und in Köln Messe/Deutz. Die S-Bahn-Gleise sind in den beiden Bahnhöfen oft belegt, wodurch die Folgezüge auf der Hohenzollernbrücke warten müssen. Mit dem anstehenden Projekt, dem Neubau weiterer Signale und den Bahnsteigausbauten wird der Betrieb auf der Hohenzollernbrücke wesentlich zuverlässiger und flüssiger laufen.

Planung & Bau

Die Vorplanung für die S 11 wurde im Frühjahr 2019 abgeschlossen. Im Zuge der Bürgerbeteiligung sind viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger in die Planung eingeflossen. Mit der sogenannten Vorzugsvariante liegt ein Zwischenstand vor, der aktuell in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung weiter ausgearbeitet und verfeinert wird. Danach folgt das offizielle Planfeststellungsverfahren. Zuständig ist hier das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), das am Ende darüber entscheidet, ob Baurecht erteilt wird. Liegt ein positiver Planfeststellungsbeschluss vor, erfolgt die Bauvorbereitung. Dazu gehört auch die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen.

Wann gebaut wird, hängt vom Verlauf der weiteren Planungen und dem Planfeststellungsverfahren ab. Für die S 11 ist die Vorplanung abgeschlossen. Die Ergebnisse werden nun weiter ausgearbeitet. Wenn das darauf folgende Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist, besteht Baurecht. Der tatsächliche Baubeginn lässt sich deshalb erst nach Beendigung des Planfeststellungsverfahrens seriös abschätzen.

Auch zur Inbetriebnahme kann gegenwärtig noch keine genaue Aussage getroffen werden. Sie hängt vom Verlauf der Planungen, dem Planfeststellungsverfahren und den anschließenden Baumaßnahmen ab.

Wie gebaut wird und ob ein Schienenersatzverkehr erforderlich ist, wird sich erst im weiteren Verlauf der Planungen klären. Ziel ist es, die Auswirkungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Die Deutsche Bahn, der Nahverkehr Rheinland und die beteiligten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen werden frühzeitig über Fahrplanänderungen informieren.

Der zweigleisige Ausbau der S 11 ist nur auf einem Teilstück zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach geplant, wo früher schon einmal ein zweites Gleis lag. Hier soll der Ausbau mit dem kleinstmöglichen zusätzlichen Flächenverbrauch stattfinden. Verbreitert werden im Wesentlichen die Bahnhöfe und Haltepunkte Köln Hbf (Breslauer Platz), Köln Messe/Deutz (Nordseite zur Messe), Bergisch Gladbach-Duckterath (zusätzlicher Bahnsteig) und Bergisch Gladbach (zusätzliche Bahnsteige).

Beteiligung

Bei der Planung der S 11 finden in verschiedenen Projektphasen Bürgerbeteiligungen statt. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, nutzen Sie bitte die Infomail AuSbau für aktuelle Themen und Termine. Bei der S 11 organisierten die Projektbeteiligten in der Vorplanung lokale Informations- und Dialogveranstaltungen, um die ersten Planungsergebnisse vorzustellen und den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aus erster Hand zu informieren und mit Fachleuten auszutauschen. Parallel dazu fand ein Online-Dialog auf der Projekt-Website statt. Die Ergebnisse aus den Beteiligungsformaten fließen in die weiteren Planungen ein.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens haben die Bürgerinnen und Bürger nochmals Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Die Eingaben können Kritikpunkte und Änderungswünsche enthalten, aber auch Unterstützung und Einverständnis. Die Deutsche Bahn erwidert anschließend die Stellungnahmen oder nimmt die Änderungswünsche auf. Final entscheidet das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als Genehmigungsbehörde, welche Anmerkungen gegebenenfalls als Auflagen in die Genehmigung aufgenommen werden.

Bürgerinnen und Bürger erhalten im Projektverlauf immer wieder die Gelegenheit, sich einzubringen, zum Beispiel durch die Teilnahme an Infomessen. Die Projektbeteiligten freuen sich über jeden, der sich für das Vorhaben engagiert.

Die Information und Einbindung von Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Verbänden ist eine weitere zentrale Säule der Beteiligung. Die Entwürfe der Vorplanung werden frühzeitig mit den Projektbeteiligten und den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt. Hinzu kommen regelmäßige Arbeitskreise mit den Städten und Kreisen sowie Treffen mit Naturschutzverbänden und -behörden und der Politik. Meinungsbildende aus Politik, Wirtschaft und Verbänden haben darüber hinaus die Möglichkeit, den Prozess zu begleiten, Probleme aufzuzeigen und Ideen beizusteuern. Hierzu gab es in den vergangenen Monaten bereits eine Reihe von Gesprächen sowie eine erste Akteurskonferenz, bei der die Verantwortlichen das Projekt vorstellten.

Schall- und Umweltschutz

Grundsätzlich sieht das Bundesimmissionsschutzgesetz vor, dass bei Neu- und Ausbaumaßnahmen die gültigen Grenzwerte für Immissionen einzuhalten sind. Insofern beziehen sich Schallschutzmaßnahmen auf die Streckenabschnitte, an denen gebaut wird. Voraussetzung ist, dass der Verkehrsweg wesentlich verändert wird.

Sachverständige berechnen und ermitteln zunächst die zukünftige Lärmbelastung in einem Schallgutachten. Danach schlagen sie notwendige und sinnvolle Schutzmaßnahmen vor. Diese Gutachten liegen für das Ausbauprojekt S 11 bereits vor. Die Ergebnisse können hier nachgelesen werden. Die Schallgutachten werden Teil der Genehmigungsunterlagen und können auch dort von jeder Bürgerin und jedem Bürger eingesehen werden. Final entscheidet die Genehmigungsbehörde, das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), über die tatsächliche Umsetzung.

Das Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) bietet mit Kalkflachmoor, Pfeifengraswiesen sowie Feucht- und Auenwäldern einen wichtigen Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Um den Eingriff in das Naturschutzgebiet möglichst gering zu halten, planen die Ingenieurinnen und Ingenieure das zweite Gleis weitgehend südlich des bereits bestehenden. Auf diese Weise können besonders wertvolle Teile des Kalkflachmoors nördlich des Bahndamms geschont werden. Zudem versuchen die Planenden, einen Eingriff in den Wasserhaushalt des Naturschutzgebiets zu vermeiden. Entsprechend soll der Damm etwas erhöht und verbreitert werden. Bereits im Vorfeld möglicher Baumaßnahmen wird ein Wassermonitoring eingerichtet. Es soll Informationen über Stand und mögliche Veränderungen des Grundwasserpegels liefern und bildet damit ein Frühwarnsystem, falls Bauarbeiten zu Veränderungen im Wasserhaushalt führen.

Außerdem werden im Thielenbruch entlang der Strecke Durchlässe für verschiedene Tierarten in die Planung aufgenommen. Sie ermöglichen Tieren, die Gleise zu unterqueren und minimieren die trennende Wirkung eines zusätzlichen Gleises. Hier gibt es bereits erprobte bauliche Lösungen für verschiedene Tierarten, die nach aktuellem Planungsstand im Thielenbruch genutzt werden können. Mögliche Ausgleichsmaßnahmen für den Flächenbedarf beim Ausbau der S-Bahn werden in enger Abstimmung mit Naturschutzverbänden geprüft.

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