<p>Das neue ESTW „Köln Hbf“ für die S-Bahn Köln ist Anfang November erfolgreich in Betrieb gegangen.</p>

Neues Stellwerk nimmt seinen Betrieb auf

05.11.2021

Der erste Teil des neuen elektronischen Stellwerks (ESTW) „Köln Hbf“ hat Anfang November seinen Betrieb aufgenommen. Ab sofort wird der S-Bahnverkehr rund um den Kölner Hauptbahnhof zwischen Köln-Ehrenfeld und Köln-Mülheim mit Hilfe modernster Technik gesteuert. Das neue ESTW bringt mehr Pünktlichkeit, mehr Kapazitäten und weniger Störungen für das S-Bahn-Netz Köln.

In einer Rekordzeit von nur eineinhalb Jahren hat die Deutsche Bahn (DB) für die erste Ausbaustufe des ESTW rund 145 Kilometer Kabel verlegt, 77 Signale gegründet sowie zwei neue Signalbrücken und einen neuen Signalausleger gebaut. Die Investitionen lohnen sich, denn gemeinsam mit dem geplanten Ausbau des Kölner Hauptbahnhofs sowie des Bahnhofs Köln Messe/Deutz ermöglicht das neue Stellwerk, dass auf der Stammstrecke der S-Bahn zwischen Köln Messe/Deutz und Hansaring künftig bis zu 34 Prozent mehr Züge fahren können.

Mit der neuen Technik können die Zeitabstände zwischen zwei Zügen wesentlich verringert werden. Die alte Technik mit der aktuellen Gleisinfrastruktur lässt einen Takt von maximal 3,3-Minuten zu. Künftig lässt sich der Takt durch die weiteren S-Bahnsteige und die neue Stellwerkstechnik auf 2,5-Minuten verdichten. Somit können künftig bis zu 24 S-Bahnen pro Stunde zwischen Köln Messe/Deutz und Hansaring fahren. Heute sind es maximal 18 S-Bahnen pro Stunde.

Weitere Vorteile des neuen ESTW sind die deutlich geringere Störanfälligkeit der Signaltechnik und die einfachere Instandhaltung. Das wiederum erhöht die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs. Außerdem kann die DB bei Gleissperrungen künftig flexibler agieren, beispielsweise im Rahmen von Bauarbeiten.

2024 gehen weitere ESTW im Knoten Köln an den Start

Bis Ende 2024 soll die zweite Ausbaustufe des ESTW „Köln Hbf“ für den Regional- und Fernverkehr in Betrieb gehen. Parallel dazu treibt die DB den Bau des ebenfalls neuen ESTW „Linke Rheinseite“ voran, das im Herbst 2024 angeschlossen werden soll. Um das zu erreichen, müssen noch zahlreiche Baumaßnahmen umgesetzt werden. So werden allein 2021 noch unter anderem drei neue Signalbrücken über die Gleise zwischen Köln und Brühl gebaut, zwei neue Signalausleger errichtet und rund 70 neue Signalfundamente gegründet.

Die beiden neuen ESTW werden aus dem Zentralstellwerk Köln in der Maybachstraße (nähe Köln-Hansaring) gesteuert. Insgesamt fließen in das Projekt rund 160 Millionen Euro.

Die Stellbereiche des neuen ESTW Köln Hbf
Die Stellbereiche des neuen ESTW Köln Hbf

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