<p>Es wird bereits kräftig gebaut an den neuen elektronischen Stellwerken im Knoten Köln, das Stellwerk am Kölner Hauptbahnhof wird noch 2021 in Betrieb gehen.</p>

Neue Stellwerke kommen wichtigen Schritt voran

22.03.2021

Zwei neue Signalbrücken überspannen seit Anfang März die linksrheinische Bahnstrecke, angesiedelt mitten in Köln nördlich des Mediaparks. Sie sind wichtige Bestandteile des neuen elektronischen Stellwerkes (ESTW) „Linke Rheinseite“, das ab 2024 den gesamten Bahnverkehr von Köln über Hürth-Kalscheuren bis fast nach Brühl steuern wird – auf knapp 20 Kilometern Länge. Und auch beim neuen ESTW am Kölner Hauptbahnhof laufen die Arbeiten unter Hochdruck. Schon in diesem Herbst soll es seinen Betrieb aufnehmen: Die S-Bahngleise sind der erste Baustein. Der Bahnverkehr im Knoten Köln wird damit deutlich zuverlässiger.

Stück für Stück werden die beiden wichtigsten Stellwerke im Knoten Köln zu elektronischen Stellwerken modernster Bauart weiterentwickelt. Einen großen Schritt bedeutete der Aufbau der beiden neuen linksrheinischen Signalbrücken Anfang März, die in Zukunft den Lokführern vereinfacht gesagt alle wichtigen Informationen über den bevorstehenden Streckenabschnitt mitteilen werden, beispielsweise welche Geschwindigkeit gefahren werden kann oder ob eine Gefahrenstelle auf sie wartet. Für die neuen Stellwerke verlegt die Deutsche Bahn (DB) alleine dieses Jahr 60 Kilometer Kabel und erneuert 143 neue Stelleinheiten.

„Die neuen Stellwerke sind ganz entscheidende Maßnahmen für die Verbesserung des Zugverkehrs im Knoten Köln“, sagt Bernd Köppel, Leiter Infrastrukturprojekte West bei der DB Netz AG. „Gemeinsam mit den neuen S-Bahnsteigen am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz ist es mit dem neuen Stellwerk am Kölner Hauptbahnhof möglich, dass künftig bis zu 24 S-Bahnen pro Stunde zwischen Köln Messe/Deutz und Hansaring fahren. Heute sind es maximal 18 S-Bahnen pro Stunde.“ Bereits im Herbst 2021 wird das neue Stellwerk am Kölner Hauptbahnhof für den S-Bahn-Verkehr den Betrieb aufnehmen, 2024 folgt die Technik für den Regional- und Fernverkehr. Das neue ESTW „Linke Rheinseite“ wird ebenfalls ab 2024 in Betrieb gehen. Dies teilten die DB sowie der Nahverkehr Rheinland (NVR) auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz mit, auf der sie über die kommenden Baumaßnahmen im Bahnknoten Köln informierten. Rund 42 Millionen Euro fließen in diesem Jahr in die Modernisierung der beiden Stellwerke. Insgesamt will die DB 2021 rund 250 Millionen verbauen, um die Schieneninfrastruktur im Knoten Köln fit für die Zukunft zu machen.

Neue ESTW bringen mehr Pünktlichkeit und weniger Störungen

Bereits heute liegt die Auslastung auf der Schiene im Großraum Köln bei teilweise über 100 Prozent. Das neue Stellwerk zusammen mit dem geplanten Ausbau des Kölner Hauptbahnhofs sowie des Bahnhofs Köln Messe/Deutz ermöglichen es, dass auf der Stammstrecke der S-Bahn zwischen Köln Messe/Deutz und Hansaring künftig bis zu 34 Prozent mehr Züge fahren können. Der Grund: Mit der neuen Technik können die Zeitabstände zwischen zwei Zügen wesentlich verringert werden. Die alte Technik mit der aktuellen Gleisinfrastruktur lässt einen Takt von maximal 3,3-Minuten zu. Künftig lässt sich der Takt durch die weiteren S-Bahnsteige und die neue Stellwerkstechnik auf 2,5-Minuten verdichten. Weitere Vorteile der neuen ESTW sind die deutlich geringere Störanfälligkeit der Signaltechnik und die einfachere Instandhaltung. Das wiederum erhöht die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs. Außerdem kann die DB bei Gleissperrungen künftig flexibler agieren, beispielsweise im Rahmen von Bauarbeiten.

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