<p>2020 geht der S-Bahn-Ausbau im Bahnknoten Köln mit Hochdruck weiter. Der Beitrag Ausblick 2020: So geht es weiter beim Ausbau der S-Bahn für Köln und die Region erschien zuerst auf S-Bahn Köln.</p>

Ausblick 2020: So geht es weiter beim Ausbau der S-Bahn für Köln und die Region

05.02.2020

2020 wird für den Bahnknoten Köln ein spannendes Jahr. Zahlreiche Maßnahmen auf mehreren Linien werden parallel vorangetrieben. Was im ersten Jahr des neuen Jahrzehnts geplant ist, lesen Sie hier.

Erster planerischer Meilenstein des Jahres ist die Veröffentlichung des aktuellen Planungsstandes zur RB 38, in den die Anregungen aus der Bürgerbeteiligung im letzten Jahr einfließen. Vorgesehen ist die Veröffentlichung im ersten Quartal 2020. Beispielsweise geht es um Entscheidungen zu den Bahnsteigvarianten in Bedburg und Aufnahme der Bürgeranregungen.

Aber auch auf der S 11 geht es weiter. Die erste Maßnahme ist in diesem Jahr sogar schon erfolgt. Im Sinne des Naturschutzes ist im Thielenbruch ein Grundwassermonitoring eingerichtet worden. Es dient dazu, den Ist-Zustand der Gewässer vor Ort zu ermitteln. Im Laufe des Jahres werden kontinuierlich Messungen des Grund- und Oberflächenwassers im gesamten Naturschutzgebiet vorgenommen. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage, um die Gewässerentwicklung und -qualität für einen möglichen Ausbau der S 11 in einigen Jahren zu überwachen.

Verlängerung der S 13 mit einer Premiere

Die S 13 ist die erste S-Bahn-Linie der Vision 2030+, die sich bereits im Bau befindet. Seit 2016 rollen für die Verlängerung der Linie bis Bonn-Oberkassel die Bagger. Weitergebaut wird 2020 auf der Strecke zwischen Troisdorf bis Bonn-Beuel. Dazu gehören vorbereitende Maßnahmen für den Schallschutz, Leitungsverlegungen und Brückenarbeiten. Die Haltepunkte Friedrich Wilhelmshütte und Menden werden weiter umgebaut beziehungsweise erweitert. In Vilich wird besonderes Augenmerk auf den Bau eines neuen Verknüpfungspunktes zwischen der Stadtbahn und der S-Bahn sowie auf drei Brückenbauwerke gelegt. In Bonn-Beuel kommt es 2020 zu einer Premiere: Es ist das erste Mal, dass eine vollständige Güterhalle komplett verschoben wird, um genau 3,12 Meter gen Osten. Wieso die sogenannte Translozierung am Bahnhof Bonn-Beuel nötig ist, erfahren Sie in Kürze hier im Blog.

Machbarkeitsstudien zur S 15 und S 16 werden 2020 abgeschlossen

Im S-Bahn-Streckennetz der Zukunft soll die Zahl der S-Bahn-Linien von sechs auf neun steigen. Zu den neuen S-Bahn-Linien zählt die S 15, die zwischen Kall in der Eifel und Gummersbach im Oberbergischen Kreis vollständig elektrisch fahren soll. Sie soll künftig die dieselbetriebenen Regionalbahnen RB 24 und RB 25 ersetzen. Für den Abschnitt der Oberbergischen Bahn (heute RB 25) wurde im Frühjahr 2018 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die untersucht, welche Betriebskonzepte möglich und welche Infrastrukturmaßnahmen dafür notwendig sind. Die Ergebnisse dieser Studie werden im Laufe des Jahres erwartet. Das gilt ebenso für die zwei Untersuchungen für den Abschnitt Hürth-Kalscheuren – Kall auf der Eifelstrecke, die ebenfalls Teil der S 15 sein wird.

Die Machbarkeitsstudie zur ebenfalls neuen S-Bahn-Linie 16 befindet sich momentan ebenso in Bearbeitung. Auch sie soll ermitteln, welche Baumaßnahmen auf der Linie realisiert werden müssen. Im Endausbau soll die S 16 von Leverkusen-Rheindorf über Köln Messe/Deutz, Köln Hauptbahnhof, den neuen Haltepunkt Köln Bonner Wall und den Flughafen Köln/Bonn bis nach Windeck-Au fahren. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden ebenfalls im Laufe dieses Jahres erwartet.

Vorbereitungen für Verlängerung der S 6 laufen 2020 an

Für die Verlängerung der S 6 von Köln über Pulheim und Grevenbroich bis nach Mönchengladbach sollen in diesem Jahr zwar erst die Planungen starten, gebaut wird in einigen Abschnitten auf der S 6 aber schon 2020. Der Grund ist der Rhein-Ruhr-Express, für dessen Inbetriebnahme umfassende Aus- und Umbaumaßnahmen der Schieneninfrastruktur notwendig sind. So beginnen zwischen den S-Bahnstationen Leverkusen Chempark und Leverkusen-Küppersteg die vorbereitenden Bauarbeiten für den rund drei Kilometer langen Bau eines zweiten S-Bahn-Gleises. Ebenfalls ausgebaut wird die Infrastruktur zwischen Rheindorf und Langenfeld. 2020 beginnen auch dort die ersten vorbereitenden Bauarbeiten. Zurzeit verkehrt die S 6 zwischen Essen und Köln-Worringen. Zwischen Köln und Mönchengladbach wird die S 6 künftig die RB 27 ersetzen.

Was 2020 sonst noch geplant ist

Im Laufe des Jahres wird mit den ersten baulichen Maßnahmen für den Neubau des Elektronischen Stellwerkes am Kölner Hauptbahnhof begonnen. Mit dem neuen Stellwerk werden die Voraussetzungen geschaffen, um weitere Taktverdichtungen auf der S-Bahn-Stammstrecke zu ermöglichen und damit mehr Züge auf der Strecke zwischen Köln Messe/Deutz und Hansaring fahren lassen zu können. Das Stellwerk ist ebenfalls die Voraussetzung für S-Bahn-Linien nach Bonn über Brühl, nach Kall über Euskirchen, nach Gummersbach über Overath und nach Grevenbroich über Pulheim.

Weiter geht es auch an diversen Bahnhöfen im Bahnknoten. Am Kölner Hauptbahnhof wird im Laufe des Jahres damit begonnen, die gesamten Rolltreppen auszutauschen. In einem weiteren Schritt findet der Austausch aller Aufzüge statt. Am Bahnhof Köln Süd sollen bei erfolgreichem Planfeststellungsverfahren Ende des Jahres die ersten Vorarbeiten zur Herstellung einer barrierefreien Erreichbarkeit sowie neuer Bahnsteigdächer beginnen.

Wanderausstellung zum Ausbau der S-Bahn Köln startet am Kölner Hauptbahnhof

Neue Fahrtreppe: Mehr Komfort am Messebahnhof Deutz

„Beim Infrastrukturausbau vermissen wir Unterstützung“

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